Der Ohrid-See in Nordzitronien

Nach 2 Nächten auf der Westseite des Sees wollten wir ihn gegen den Uhrzeigersinn umrunden und nach Nordzitronien (Amelie und Elias haben das Land umbenannt, hoffentlich gibt’s keine neuen Namensstreitigkeiten mit Griechenland 😉) einreisen. An der albanischen Grenze ging’s auch diesmal wieder schnell, in Nordmazedonien wurde aber eine Grenzkontrolle par excellence durchgeführt. Jedes Fach sollten wir öffnen, alle Dokumente wurden zweimal angeschaut und fast sollte Jakob sogar noch die Verkleidung von der Batterie anschrauben. Aber wir durften einreisen und sollen unbedingt im Sommer nochmal kommen, da sei es am See am schönsten 😉.

Unser erster Stopp war das Kloster Sveti Naum. Man sieht gleich, dass es eine der Hauptattraktionen in Nordmazedonien ist, alles sehr gepflegt und ein Souvenirladen am anderen auf dem Weg vom Parkplatz zum Kloster. Danach verläuft es sich aber etwas. Dennoch hat man im Kloster Gelegenheit, bei einigen Instagram-Shootings zuzugucken 😅. Und wir hatten sogar das Glück, einige der Pfaue beim Radschlagen zu sehen.

Vom Kloster sind wir weiter nach Ohrid gefahren und bereits als wir geparkt haben, war’s extrem windig. Und dann kam tatsächlich ein Sturm, alle Schirme wurden weggeräumt und sogar der See hatte richtige Wellen. Wir sind in das erste Restaurant an der Promenade geflüchtet. Nach dem Essen hat Amelie einen Schreckmoment erlebt, aufgrund eines Missverständnisses kam sie von der Toilette zurück und wir waren nicht mehr da 😳. Ich war mit Elias und Paul bereits rausgegangen und Jakob dachte, Amelie sei auch dabei…

Eigentlich wollten wir den Holzbohlen-Weg entlang des Sees zu einer Kirche laufen, das war aber beim Sturm nicht möglich. Also sind wir einfach noch ein bisschen durch die Haupteinkaufsstraße geschlendert und haben im schön bunten orientalischen Süßigkeitenladen noch Trockenobst und türkischen Honig gekauft – sehr überteuert, da wir den Wechselkurs nicht nachgucken konnten (wir haben ja keine mobilen Daten außerhalb der EU). Aber gut, in manche Tourist traps tapt man halt doch. Und die Kinder freuen sich über die Aprikosen 😉.

In Ohrid gibt es einen dm, den wir dann noch angesteuert haben – komplett deutsches Sortiment mit Aufklebern auf den Inhaltsangaben. Wir brauchten Windeln für Paul, die zuvor gekauften Lidl-Windeln sind ständig ausgelaufen.

Und dann kam tatsächlich der erste Moment unserer Reise, wo wir etwas planlos waren, wie wir weiterfahren. Ohne mobile Daten konnten wir nicht wirklich recherchieren, Tirana wollten wir auslassen und während ich gerne noch etwas in die albanischen Berge wollte, favorisierten die Kinder und Jakob das Meer. Sehr spontan haben wir dann eine ganz andere Richtung eingeschlagen und sind in Nordmazedonien entlang eines Flusses gen Norden gefahren, um oberhalb von Tirana wieder nach Albanien zu kommen.

Entlang des Flusses und mehreren Stauseen haben wir nach einem Schlafplatz gesucht, doch an den meisten Stellen ging’s kaum hinab. Auf einer Wiese, an der mehrere Angler und Pferde waren, haben wir dann einen Platz gefunden.

Allgemein hatten wir den Eindruck, dass Nordmazedonien etwas wohlhabender als Albanien ist. Die Straßen waren deutlich besser in Schuss und auch das Preisniveau ist etwas höher. Aber wir haben natürlich nur einen sehr kleinen Teil gesehen.