Am frühen Nachmittag sind wir in Monodendri, dem Dorf an der einen Seite der Vikos-Schlucht, angekommen und haben erst mal einen Spaziergang durchs Dorf und zum Kloster Paraskevi gemacht. Während das Dorf noch eher touristisch ist, ist man auf dem Weg hinab zum Kloster von Stille bzw nur noch Vogelgezwitscher und Grillenzirpen umgeben. Am Kloster angekommen, läuft man durch einen Torbogen, einen kleinen Innenhof und nochmals eine Tür mit maximal 1,50m Höhe und landet auf einer kleinen Aussichtsplattform. Der Ausblick von dort in die Schlucht ist wirklich atemberaubend und auch das Echo hab ich noch nie so erlebt. Die Kinder fanden es natürlich auch spannend und ab da war’s dann vorbei mit der Stille 😬.
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Da es wirklich heiß war, sind wir dann zügig zum Wohnmobil und die Straße weitergefahren bis zum Ende, von wo aus man zu einem weiteren Aussichtspunkt laufen kann. Dort stand genau ein weiteres Auto – Augsburger 🙂. Während wir noch ein Eis gegessen haben (zum Glück haben wir ja ein kleines Gefrierfach) haben wir uns kurz mit ihnen unterhalten und sind dann zum Aussichtspunkt gelaufen. Erst waren wir alleine dort und haben die Aussicht genossen – atemberaubend! Und ganz plötzlich waren wir umringt von einer Taiwanesischen Reisegruppe und es wurde etwas eng. Also haben wir uns auf den Rückweg gemacht und sind nach ein paar hundert Metern in einen Feldweg abgebogen, an dem die Augsburger auch schon standen. Etwas weiter hinten haben wir einen superschönen Platz zum Übernachten gefunden und wurden noch von einer Schaf- und Ziegenherde samt Hütehunden besucht. Ganz in der Nähe ist noch der Stone Forest, den wir uns am Morgen kurz angeschaut haben, während Jakob zusammengepackt hat.
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Danach sind wir weiter nach Aristi gefahren. Dort gibt es mehrere Anbieter for Raftingtouren auf dem Voidomatia-Fluss und nachdem uns schon mehrmals gesagt wurde, wie toll das ist, wollten wir uns informieren. Letztlich haben wir um 14h eine Tour für Amelie, Elias und mich gebucht, Jakob wollte mit den Vortritt lassen und sich um Paul kümmern 😉. Bis 2 waren wir dann noch in Vikos, dem Dorf am anderen Ende der Schlucht, um dann pünktlich zum Umziehen am Raftingcenter zu sein.
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Jakob ist mit Paul bereits zur Ausstiegsstelle gefahren, da wir dort schlafen wollten. In unserem Raftingboot war noch ein griechisches Pärchen und der Guide. Elias hatte anfangs etwas Angst, aber schnell seinen Platz vor dem Guide in der Mitte schätzen gelernt – von dort hatte er den Überblick. Die Strecke ist wunderschön – wir sind die ganzen 6km niemand anderem begegnet außer Wasserschlangen, Forellen, Vögeln und schönen blauen Libellen. Nach der Hälfte konnten wir baden, darauf hatte Amelie schon sehnsüchtig gewartet. Einem weiteren Stopp gab es zum Trinken direkt aus einer Quelle – eisig kalt aber richtig gut.
Das Ende der Tour war an einer schönen alten Steinbrücke, auf der Jakob und Paul uns schon erwartet haben. Doch bevor wir am Ausstieg waren, ging’s noch 2 kleine Wasserfälle hinab, da hatte Elias dann doch etwas Angst und hat sich an mich geklammert, „aber im Legoland ist man mehr nass geworden“ 😉.
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Wir waren dann noch auf der Kiesbank kurz vor der Brücke baden, wobei das Wasser so eisig kalt ist ohne Neopren, dass man es wirklich nur ganz kurz aushält. Lustigerweise waren dort wieder die Zwillinge, mit denen Amelie knappe 4 Wochen vorher in Gythion Bay gespielt hat.
Am nächsten Morgen sind wir gute 2km den Fluss aufwärts gewandert, also einen Teil der Raftingstrecke. So konnten wir Jakob auch noch die tollen alten Platanen entlang des Flusses zeigen und sind nochmal ins kühle Nass gesprungen.
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Eine wunderschöne Gegend und ganz andere Seite Griechenlands – wenn die Kinder älter sind, würde ich sehr gerne nochmal zum Wandern herkommen!
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